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Historisches Museum Frankfurt
Francofortesi heute – Frankfurter oggi. Italienisch-deutsche Lebenswege

Im Auftrag des Historischen Museum Frankfurt und in enger Zusammenarbeit mit dem Coordinamento Donne und der Journalistin Paola Fabbri Lisch fotografiert Klötzer in 2005 Italienerinnen und Italiener, die in Frankfurt ihr zweites zu Hause gefunden haben.

Marina Demaria vom Coordinamento Donne Italien di Francoforte dazu : "Die Idee, eine Ausstellung zu konzipieren, die das Leben der Italienerinnen und Italiener in Frankfurt in den letzten Jahrzehnten dokumentiert, findet seinen Ursprung im Coordinamento Donne. Dieser Verein hat das Ziel, die Teilnahme der Frankfurterinnen mit italienischem Migrationshintergrund am sozialen, kulturellen und politischen Leben der Stadt zu fördern. Er vernetzt italienische Frauen unterschiedlicher Generationen – untereinander und mit Frauen anderer Herkunft; er gibt ihnen die Möglichkeit, Informationen und Kompetenzen auszutauschen;
schließlich unterstützt er Initiativen zur Gleichstellung, und er arbeitet mit italienischen und mit deutschen Institutionen zusammen.

Am 20. Dezember 1955 unterzeichneten Italien und Deutschland einen Staatsvertrag über die Anwerbung italienischer Arbeitskräfte nach Deutschland.
In der Folge kamen Hunderttausende von Italienern nach Deutschland, die so genannten Gastarbeiter. Erst kamen die Männer allein, nach einigen Jahren dann zogen die Frauen mit den Kindern nach.

Im Jahr 2005 wurde vielerorts der 50. Jahrestag dieses Vertrags begangen. Aus diesem Anlass hat der Coordinamento Donne eine Reihe von Initiativen organisiert, die an die kollektive Geschichte der Italiener und Italienerinnen in Deutschland und in Frankfurt erinnern.

Die Ausstellung Francofortesi heute / Frankfurter oggi. Italienisch-deutsche Lebenswege zeigt exemplarische Lebensläufe, die uns allen, Deutschen
und Nichtdeutschen, reale Hoffnung auf das Gelingen einer gemeinsamen Zukunft in Deutschland und Europa machen können. Die Ausstellung zeigt, dass Integration möglich ist, und sie ermutigt dazu, dieses Bestreben weiter zu verfolgen.

Stellvertretend für alle hier in Frankfurt lebenden Migrantinnen und Migranten möchten wir Italienerinnen und Italiener mit dieser Fotoausstellung ein Zeichen dafür setzen, dass wir zu dieser Stadt gehören und dass diese Stadt ohne uns nicht mehr zu denken wäre. Noi tutti siamo Francofortesi – wir alle sind Frankfurter.

Die Ausstellung ist dank der Förderung durch viele Menschen, die uns mit Begeisterung unterstützt und begleitet haben, realisiert worden. Allen jenen Menschen bin ich dafür unendlich dankbar. Ich möchte mich im Namen des Coordinamento Donne insbesondere bei dem Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt, Herrn Dr. Hans-Bernhard Nordhoff, bedanken. Er ließ sich vom Enthusiasmus und Engagement der italienischen Frankfurterinnen bereitwillig anstecken und förderte die Ausstellung maßgeblich."