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26.01.2006 | Berliner Unterwelten Immer DA! Trümmerfrauen und Aufbauhelfer. Einst & Heute. Konzipiert für die Bunkeranlagen am Humboldthain entsteht gemeinsam mit Adelheid Schardt und Dorothee Hübner das Projekt.
Immer DA! Trümmerfrauen und Aufbauhelfer. Einst & Heute. Am Anfang stand ein „Nicht so“: Nicht so begrenzen. Nicht so portraitieren. Nicht so dokumentieren. Vielmehr ein Ganzes mit seinen Teilen erfassen. Auch das Drumherum wahrnehmen. Das war das Ziel, als das Projekt „Immer DA! Berliner Trümmerfrauen und Aufbauhelfer“ im Mai 2005 begann. Im Focus: Wissen wollen, wie diese Menschen heute im Alter – ihre Zeitgeschichte, Politik, Bildung, Bürokratie oder „Luxus“ empfinden.
Entstanden ist eine Zeitreise von April/Mai 1945 über die 50er, 70er und 90er bis heute. Was gab es da nicht alles? Was geschah da nicht alles? Was veränderte sich im Kleinen und im Großen? Da wuchs aus dem Schutt, den man einst abtrug, 1958 das erste Hochhaus in der Stalinallee. Da war der Tiergarten von Granatsplittern zu räumen oder Straßenbahnschienen wieder befahrbar zu machen. Alles für ein paar Gramm mehr Fett, einen Minimallohn oder eine Aufbaunadel.
Davon ist heute kaum noch etwas hörbar oder sichtbar: Die Häuser der Stalinallee – heute Karl-Marx-Allee – sind zum Wohnen „in.“ Den Tiergarten füllen Grillgerüche und Großveranstaltungen. Im neuen Lehrter Bahnhof verkehren in wenigen Monaten modernste Züge. Diesen Wandel der Geschichte und den ihres Lebens sehen die Trümmerfrauen und Aufbauhelfer heute vielfach kritischer als manch anderer (auch jüngerer) Zeitgenosse. Am Ende des Projekts stand ein „So viel“: Ansichten, Erlebnisse. Tagebücher, Exponate (viele davon in 60 Jahren privat gehütet und geschützt).
Adelheid Schardt, Ideengeberin
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