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Actors of transition – Porträts aus Slowenien

"Slowenien? Hab´ ich schon mal gehört, irgendwo im Südosten... Und pass auf, wenn du hinfährst. Man weiß ja nie, was da unten so los ist."

Slowenien: seit Dezember 1991 ein eigenständiger Staat, zuvor nördlichste Teilrepublik Jugoslawiens. Von Ungarn, Kroatien, Italien und Österreich umgrenzt. Zwei Millionen Einwohner, so groß wie Hessen, EU-Beitrittskandidat.

„actors of transition – portraits aus slowenien“ ist ein Teil von „sechswege nach brüssel“, einem Gemeinschaftsprojekt von sechs Studierenden am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld und sechs Studierenden am Institut für Journalistik an der Universität Dortmund. In Zweier-Teams wurde jeweils ein Land der sogennannten ersten Beitrittsrunde zur Europäischen Union bereist. Zu Projektbeginn vor gut einem Jahr waren das Estland, Polen, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

Was „da unten“ so los ist, habe ich während zahlreicher Begegnungen und Gespräche erfahren können. Mein Anliegen war es, durch möglichst unterschiedlicher Charaktere einen Eindruck von dem zu erfahren, was die Menschen in Slowenien bewegt, was sie ausmacht. Was für sie Alltag bedeutet, wovon sie träumen. Welchen Stellenwert die Begriffe Heimat, Stolz und nationale Identität für sie haben. Wie sie über die politische Führung ihres Landes, die Zeit unter Tito und den Beitritt zur Europäischen Union denken ...

Das Ergebnis ist eine Sammlung von Porträtaufnahmen, die mit Textbeiträgen der jeweils abgebildete Person kombiniert sind. Ein von mir erstellter Fragenkatalog diente dabei als Orientierung für deren Inhalte. Leute aus Kultur und Politik, aus Wirtschaft und Alternativszene, Großstädter und Menschen vom Lande, Vertreter von Staatsapparat und Klerus, ... gewähren Einblicke in unterschiedlichste Lebenssituationen und -auffassungen in einem Land, von dem ich zu Beginn des letzten Jahres auch nicht viel mehr wußte als: irgendwo da unten, im Südosten muss es sein.

Gunter Klötzer, Februar 2002

 

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